Bayerische Landestierärztekammer
Bavariastraße 7 a
80336 München

 

Telefon: 089 219908-0
Telefax: 089 219908-33

 

E-Mail: kontakt@bltk.de
Website: www.bltk.de

Tierhalter

  • Die Bayerische Landestierärztekammer

    Die Bayerische Landstierärztekammer (BLTK) ist  - zusammen mit den 7 Tierärztlichen Bezirksverbänden – die gesetzliche Berufsvertretung aller bayerischen Tierärztinnen und Tierärzte. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ihre Organe sind der Vorstand und die Delegiertenversammlung, welche in der Regel zweimal jährlich zusammen tritt und  aus 50 Delegierten der Tierärztlichen Bezirksverbände besteht.


    Die BLTK steht unter der Rechtsaufsicht des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

    Der Kammervorstand besteht aus dem Präsidenten, dem ersten und zweiten Vizepräsidenten, die von der Delegiertenversammlung gewählt werden, den ersten Vorsitzenden der Tierärztlichen Bezirksverbände sowie höchsten 3 aus der Mitte der Delegierten zu wählenden Mitgliedern und einer von der tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München zu entsendenden Lehrperson der Tierheilkunde.

    Rechtsgrundlage für die tierärztliche Berufsvertretung ist das Bayerische Heilberufe-Kammergesetz (HKaG). Es handelt sich dabei um ein vom Bayerischen Landtag beschlossenes Gesetz, da die Regelung der tierärztlichen Berufsausübung, anders als diejenige der tierärztlichen Ausbildung, Sache der einzelnen Bundesländer ist.

    Gemäß Artikel 2 iVm Art. 51 Abs 1 dieses Gesetzes sind Aufgaben der tierärztlichen Berufsvertretung:

    • Wahrnehmung der beruflichen Belange der Tierärzte im Rahmen der Gesetze,
    • Überwachung der Erfüllung der tierärztlichen Berufspflichten,
    • Förderung der tierärztlichen Fortbildung,
    • Schaffung sozialer Einrichtungen für Tierärzte und deren Angehörige,
    • Mitwirkung in der öffentlichen Gesundheitspflege.

    Die Berufsvertretung ist ferner berechtigt, innerhalb ihres Aufgabenbereiches Anfragen, Vorstellungen und Anträge an die zuständigen Behörden zu richten; sie ist verpflichtet, diesen Behörden auf Verlangen Gutachten zu erstellen. Die Behörden sollen die Berufsvertretung vor der Regelung wichtiger einschlägiger Fragen hören und auf Anfragen der Berufsvertretung Auskunft erteilen, soweit nicht dienstliche Gründe entgegen stehen.

    Der Delegiertenversammlung obliegt es

    • Vorstand und Ausschüsse zu wählen,
    • die Satzungen der Bayerischen Landestierärztekammer, insbesondere die Satzung, die Wahlordnung, die Beitragsordnung und die Verwaltungsgebührensatzung zu erlassen,
    • die tierärztlichen Berufspflichten in einer Berufsordnung und die Anerkennung zum Führen von Gebiets-, Teilgebiets- und Zusatzbezeichnungen in einer Weiterbildungsordnung zu regeln,
    • die Meldeordnung und die Geschäftsordnung zu erlassen, den Haushaltsplan zu beschließen,
    • die Jahresrechnung des Kammerhaushalts abzunehmen und den Vorstand zu entlasten,
    • die ehrenamtlichen Richter der Berufsgerichte vorzuschlagen,
    • aus den Reihen der Tierärzte Bayerns Ehrenmitglieder mit der Maßgabe zu ernennen, dass diesen mit Ausnahme der Befreiung von der Beitragsleistung keine besonderen Rechte zustehen,
    • Aufwandsentschädigungen, Tagegelder und Reisekostenentschädigungen für Vorstandsmitglieder, Delegierte und Ausschussmitglieder festzusetzen und
    • Beschluss zu fassen über Zusammenschlüsse zu Arbeitsgemeinschaften mit außerbayerischen tierärztlichen Landesorganisationen und die zu entsendenden Vertreter der Bayerischen Landestierärztekammer zu wählen.

     

     Der Vorstand obliegt es, soweit nicht die Delegiertenversammlung zuständig ist,

    • über Anträge zu beraten und zu beschließen, die aus seiner Mitte oder von den Tierärztlichen Bezirksverbänden gestellt werden,
    • über alle wesentlichen Angelegenheiten zu beraten und zu beschließen, die ihm vom Präsidenten vorgelegt werden und über Beschwerden gegen Rügen nach Art. 38 HKaG zu entscheiden.
  • Beruf Tierarzt/Tierärztin

    Der Beruf Tierarzt/Tierärztin ist deutlich vielfältiger als allgemein bekannt: Tierärzte sind nicht nur Ärzte für Tiere – sie übernehmen auch wichtige Aufgaben beispielsweise im gesundheitlichen Verbraucherschutz oder im Tierschutz. Sie sind für die Gesundheit von Tieren zuständig, aber auch für sichere Lebensmittel tierischer Herkunft "vom Stall bis zur Theke".

    Präsentation zum Berufsbild Tierarzt der Bundestierärztekammer

    Die Aufgaben sind in der Bundes-Tierärzteordnung definiert: "Der Tierarzt ist berufen, Leiden und Krankheiten der Tiere zu verhüten, zu lindern und zu heilen, zur Erhaltung und Entwicklung eines leistungsfähigen Tierbestandes beizutragen, den Menschen vor Gefahren und Schädigungen durch Tierkrankheiten sowie durch Lebensmittel und Erzeugnisse tierischer Herkunft zu schützen und auf eine Steigerung der Güte von Lebensmitteln tierischer Herkunft hinzuwirken".

    Die Berufsordnung der BLTK ergänzt dies noch um den Passus: "Der Tierarzt ist der berufene Schützer der Tiere."
    Für die Berufsausübung als Tierarzt/Tierärztin sind ein erfolgreich absolviertes Hochschulstudium der Tiermedizin und die Approbation erforderlich.

    Wesentliche Berufsfelder sind:

    Tierärztliche Praxis: Etwa zwei Drittel der Tierärzte/-innen sind in der Praxis tätig (in Einzel- oder Gemeinschaftspraxis, als Angestellte, Assistenten oder Vertreter). Rund die Hälfte davon arbeitet in reinen Kleintierpraxen – die anderen in Nutztier- oder Gemischtpraxen. Etwa ein Viertel dieser Tierärzte/-innen übernehmen als so genannte amtliche Tierärzte gleichzeitig Aufgaben in der Fleischuntersuchung. Auch andere Aufgaben wie in der Tierseuchenbekämpfung können von den Behörden an die praktizierenden Tierärzte/-innen übertragen werden, stehen aber unter deren Aufsicht.

    "Amtstierärzte": Etwa ein Fünftel der Tierärzte/-innen sind bei Veterinärbehörden angestellt oder verbeamtet. Sie sind für hoheitliche Aufgaben zuständig wie für die Bekämpfung von Tierseuchen und Zoonosen, die Überwachung von Lebensmittelsicherheit, Fleischuntersuchung und Arzneimitteleinsatz sowie Belange des Tierschutzes.

    Diagnostik, Beratung, Forschung, Lehre: In Tiergesundheitsdiensten und Landesuntersuchungsämtern, an der Uni und in der Industrie (Medikamente, Lebensmittel, Futtermittel) sind weitere etwa zehn Prozent der Tierärzte/-innen tätig.


    Tierärzte/-innen sind zur lebenslangen Fortbildung verpflichtet. Sie können sich außerdem nach dem Studium in den verschiedenen Bereichen des Berufsfeldes weiterbilden und die jeweilige Bezeichnung für einen Fachtierarzt/-ärztin, ein Teilgebiet oder eine Zusatzbezeichnung erwerben.

  • Schlichtung/Beschwerden

    Die Tierärztlichen Bezirksverbände sind für den Bereich jedes der sieben Regierungsbezirke in Bayern gebildet worden. Sie stehen unter der Aufsicht der Landestierärztekammer und der jeweiligen Regierung. Sie sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie haben u.a. die Aufgabe, die beruflichen Belange der Tierärzte wahrzunehmen, die Erfüllung der tierärztlichen Berufspflichten zu überwachen, die tierärztliche Fortbildung zu fördern, sowie in Streitfällen zwischen Tierärzten bzw. zwischen Tierarzt und Nichttierarzt vermittelnd einzugreifen.