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Die Tiermedizinische Fachangestellte

Berufsbild und Berufsausbildung

Die Bayerische Landestierärztekammer ist zuständig für die ordnungsgemäße Durchführung der Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten in Bayern. Die Zuständigkeit ist im Berufsbildungsgesetz geregelt. Die Aufgaben der Kammer umfassen neben der Überprüfung und Eintragung der Ausbildungsverträge und der Organisation der Zwischen- und Abschlussprüfungen vor allem die Beratung und Betreuung der Parteien des Berufsausbildungsvertrages sowie die Überwachung der Ausbildungsverhältnisse.

Die Berufsausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten ist eine duale Ausbildung: die Berufsausbildung findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Den betrieblichen Teil der Berufsausbildung (die in der tierärztlichen Praxis oder Klinik zu vermittelnden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse) regelt die Ausbildungsverordnung zur Tiermedizinischen Fachangestellten.

Mit In-Kraft-Treten der neuen Ausbildungsverordnung gilt seit dem 1. August 2006 die neue Berufsbezeichnung Tiermedizinische Fachangestellte/Tiermedizinischer Fachangestellter. Die "Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Tiermedizinischen Fachangestellten" soll eine zeitgemäße Ausbildung gewährleisten, die den Anforderungen einer modernen tierärztlichen Praxis oder Klinik gerecht wird.

Neben den "klassischen" Arbeitsbereichen der Tierarzthelferin/der Tiermedizinischen Fachangestellten

  • Rezeption
  • Behandlungsraum
  • Operationsraum
  • Labor und
  • Röntgenraum

berücksichtigt die neue Ausbildungsverordnung für die Tiermedizinische Fachangestellte zusätzlich neu oder verstärkt die Bereiche

  • Kommunikation / Teamarbeit, Lösung von Konfliktsituationen, eigenverantwortliches Handeln
  • Betreuung von Patienten und Kunden
  • Kundenberatung
  • Prophylaxe / Prävention und Rehabilitation
  • Praxisorganisation und Praxisverwaltung
  • Praxismarketing
  • Erste Hilfe bei Notfällen
  • Strahlenschutz in der Tiermedizin und
  • EDV

Aufgaben und Tätigkeitsbereiche von Tiermedizinischen Fachangestellten:

Tiermedizinische Fachangestellte

  • assistieren bei Untersuchung, Behandlung und chirurgischen Eingriffen
  • betreuen Patienten vor, während und nach der Behandlung
  • versorgen und pflegen Patienten bei stationärer Behandlung
  • sorgen für die tiergerechte und verhaltensgemäße Haltung von Tieren
  • beachten die Einhaltung des Tierschutzgesetzes
  • kennen und wenden Vorschriften und Richtlinien des Umweltschutzes an
  • führen Hygienemaßnahmen durch
  • schützen sich und andere vor Infektionen und Seuchen
  • erstellen Röntgenaufnahmen
  • führen Laborarbeiten durch
  • beraten und betreuen Tierhalter und Tierhalterinnen
  • kennen Möglichkeiten der Prävention und Rehabilitation und beraten Tierhalter und Tierhalterinnen hierüber
  • organisieren Betriebsabläufe und überwachen Terminplanungen
  • wirken bei Maßnahmen zur Qualitätssicherung mit
  • führen  Verwaltungsarbeiten durch
  • dokumentieren Behandlungsabläufe
  • erfassen erbrachter Leistungen und rechnen diese ab
  • ermitteln Bedarf an Material, beschaffen und verwalten es
  • wenden Informations- und Kommunikationssysteme an
  • beachten die Regeln des Datenschutzes und der Datensicherheit
  • arbeiten team- und prozessorientiert

Voraussetzungen für eine Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten:

  • Tierliebe und Freude am Umgang mit Menschen
  • Verantwortungsbewusstsein, Fähigkeiten zum genauen Arbeiten
  • Teamfähigkeit
  • Fähigkeit zum eigenständigen Arbeiten
  • Ordnungsliebe, Hygienebewusstsein
  • Hohe körperliche und seelische Belastbarkeit

    • Umgang mit ekelerregenden Substanzen (Kot, Urin, Erbrochenes, Blut...)
    • Verletzungsgefahr durch Krallen, Schnäbel, Zähne...
    • Reinigungsarbeiten in Wartezimmer, Behandlungs- und Operationsraum...
    • langes Stehen, Heben und Tragen von schweren Tieren
    • Wochenenddienst, Notdienst, Bereitschaftsdienst
    • Stress und seelische Belastung (Notfälle, Unfalltiere, Euthanasie von Tieren…)

 Die Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten in Stichworten

  • gesetzlich anerkannter Ausbildungsberuf
  • duale Ausbildung (Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Berufsschulen in Bayern in Augsburg – Bayreuth – München - Nürnberg – Straubing – Würzburg)
  • tarifliche Ausbildungsvergütung 580,00 € / 650,00 € / 700,00 € monatlich im 1. / 2. / 3. Ausbildungsjahr ab 01.04.2014 (Stand April 2014)
  • dreijährige Ausbildungszeit
  • Verkürzung der Ausbildung möglich mit Abitur/Fachabitur oder abgeschlossener artverwandter Berufsausbildung (maximal sechs Monate Verkürzung)

>>>Weitere Infos über die Tierärztekammer<<<

  • Zwischenprüfung im 2. Ausbildungsjahr
  • nach Ablauf der Ausbildungszeit Abschlussprüfung vor der zuständigen Tierärztekammer (schriftliche Abschlussprüfung / praktische Abschlussprüfung / ggf. mündliche Ergänzungsprüfung)
  • vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung auf Antrag möglich bei guten Leistungen in Berufsschule und Ausbildungsbetrieb

>>>Weitere Infos über die Tierärztekammer<<<

  • Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen für  Tiermedizinische Fachangestellte ist regelmäßig deutlich größer als das Angebot an Ausbildungsstellen.
  • Nach erfolgreicher Abschlussprüfung werden in Bayern seit Jahren weniger als 10% der Auszubildenden in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen!
  • Es gibt derzeit noch keine Möglichkeit der beruflichen Fortbildung gemäß Berufsbildungsgesetz für Tiermedizinische Fachangestellte.
  • Die aktuelle tarifliche Vergütung liegt zwischen 1.572,90 € brutto (1. und 2. Berufsjahr) und 2.244,50 € brutto (ab dem 15. Berufsjahr) s. Gehaltstarifvertrag TFA Rubrik Tarifverträge.


LITERATURHINWEIS:

Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg): "Erläuterungen und Praxishilfen zur Ausbildungsordnung" ISBN-13:978-3-8214-7179-2.

Aktuelle Mitteilungen

Fortbildungen der BLTK

  • SEMINARREIHE VOGELMEDIZIN 2017/2018
  • 132. LAG-Tagung (LAG/AGL/BLTK) 19./20. Oktober 2017
  • Seminar: Tierärztliche Betreuung von Pferde- sportveranstaltungen 3.11.2017
  • Seminar: Ophthalmologie für den Pferdepraktiker 9.12.2017
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